Neonazis bei sog. Hygienedemos in Koblenz

12. Juni 2020

Viedeo zur Gedenkveranstaltung

3. Februar 2020

75. Jahrestag Befreiung des KZ Auschwitz. Die VVN-BdA Koblenz hatte zum Mahnmal am Reichensperger Platz alle Koblenzer/innen eingeladen.

29. Januar 2020

Zu Beginn wurde ein Blumengebinde am Mahnmal niedergelegt.
Für die VVN-BdA sprach Gert Winkelmeier.
Er schilderte eindrucksvoll die Entwicklung vom „Reichstagsbrand“ über die Ausschaltung der politischen Gegner, die Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung, Sinti und Roma, Homosexuelle, „Asoziale“, Behinderte bis hin zum Massenmord, für den das KZ Auschwitz zum Synonym wurde.
Das fabrikmäßige Morden, aber auch das sklavenmäßige Ausbeuten bis zum Tod durch die deutsche Industrie. Hier im besonderen durch die IG Farben im Lager Auschwitz 3.
Selbst als die Rote Armee immer näher rückte, gab die SS ihre Verbrechen und Gräueltaten nicht auf. Etwa 56.000 noch lebende Häftlinge wurden auf Todesmärschen in Richtung Westen getrieben. Auf den Transporten wurden die Massaker fortgesetzt, so dass z.B. von den in Buchenwald angekommenen Häftlingen fast ein Viertel ermordet wurden. Man schätzt, dass von den in Marsch gesetzten Häftlingen ca. 15.000 getötet wurden.
Zum Abschluss verwies er darauf, dass es heute wieder verstärkt zu Fremdenhass, Antisemitismus, Ausgrenzungen, Anschlägen und Morden gekommen ist. Er appellierte, sich alldem entgegen zu stellen.

Hierzu leistet die VVN-BdA ihren Beitrag.

      

 

Gedenkveranstaltung der VVN Koblenz zum 27. Januar 2020

17. Januar 2020

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Koblenz gedenkt und erinnert an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 75 Jahren durch die Rote Armee und der millionenfachen Opfer des Holocaust.
Am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus, am Reichensperger Platz, werden Mitglieder der VVN

am Montag den 27. Januar 2020 um 17:00 Uhr

eine Gedenkveranstaltung abhalten.

Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger recht herzlich eingeladen.

Besuch der Gedenkstätte KZ Osthofen

14. Oktober 2019

Auf der Grundlage der am 28. Februar 1933 erlassenen „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“, die der Abwehr kommunistischer staatsgefährdender Gewaltakte dienen sollte, hatte der Staatskommissar für das Polizeiwesen in Hessen, der Nationalsozialist Dr. Werner Best, zum 1. Mai 1933 die Schaffung eines Konzentrationslagers für den damaligen Volksstaat Hessen in Osthofen bei Worms angeordnet. Dort hatten aber bereits Anfang März örtliche Nationalsozialisten eine leerstehende Papierfabrik beschlagnahmt und als Konzentrationslager genutzt.
Vom 6. März 1933 bis Juli 1934 wurden die Gebäude der ehemaligen Papierfabrik als frühes Konzentrationslager des Volksstaates Hessen genutzt. In der – ebenfalls stillgelegten – Knierim’schen Mühle in unmittelbarer Nähe zum Lager war das so genannte Lager II für verschärften Arrest untergebracht.
Mit Errichtung des frühen Konzentrationslagers des Volksstaates Hessen hatte Best eines der ersten staatlichen KZs im Reich geschaffen. Gleichzeitig hatte er die Bekämpfung der Gegner des NS-Regimes seiner neu geschaffenen politischen Landespolizei unterstellt. Im Unterschied zu anderen Konzentrationslagern, wie z.B. in Dachau/Bayern, kam es im KZ Osthofen zu keinen Todesfällen. Zudem war die Anzahl der Schutzhäftlinge im Volksstaat Hessen im Vergleich zu anderen Ländern relativ gering. Im Herbst 1933 wurde Best als Landespolizeipräsident abgesetzt, im Mai 1934 beauftragte Heinrich Himmler als formaler Leiter des hessischen Staatspolizeiamtes den Dachauer KZ-Kommandanten Theodor Eicke, die bestehenden Konzentrationslager zu übernehmen, umzuorganisieren und zu vereinheitlichen. Im Juli 1934 wurde das KZ Osthofen als eines der letzten frühen KZs aufgelöst.
1991 wurde das Gelände durch das Land Rheinland-Pfalz erworben mit dem Ziel, hier eine Gedenkstätte einzurichten. Die Landesregierung beauftragte die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz mit der Entwicklung einer Konzeption für den inhaltliche sowie bauliche Entwicklung der Gedenkstätte. Dies geschah in enger Kooperation mit dem Förderverein.

Am 12. Oktober 2019 unternahmen 18 Personen aus Koblenz eine Bildungsfahrt in die Gedenkstätte KZ Osthofen, organisiert durch Die Falken und die VVN-BdA Koblenz.

Informationen und Hintergründe zur Entstehung und politischen Intension des Lagers wurden den Besuchern sehr fachkundig dargestellt. Aber auch Vergleiche zum heutigen Nazi-Terror wurden aufgezeigt und diskutiert.

Gedenkstättenfahrt Osthofen

6. Oktober 2019

Gedenkveranstaltung am Mahnmal Reichenspergerplatz Koblenz am 08. Mai 2019

20. Mai 2019

Am 8. Mai 2019 erinnerte die VVN Kreisvereinigung Koblenz an die Befreiung vom deutschen Faschismus 1945.

Im Rahmen unserer Gedenkveranstaltung wurde zunächst an die Verwendung des Begriffes Faschismus im Zusammenhang mit der Befreiung aufmerksam gemacht. Erinnert wurde daran, das bereits in der schwarz-gelben Kohl Regierung 1983 im Zuge der „geistig-moralischen Wende“ der Begriff des Faschismus durch den Begriff des Nationalsozialismus im allgemeinen Diskurs etabliert worden ist.

Erinnert wurde an die Leiden der KZ -Häftlinge auf den Todesmärschen gegen Ende des Krieges, deren Leiden noch keinesfalls vorüber waren. Zahlreiche KZ-Häftlinge überlebten die tage- und wochenlange dauernden Märsche nicht, sie erfroren, verhungerten oder brachen geschwächt zusammen und wurden dann von den SS-Wachmannschaften erschossen.
Zudem stießen die Menschen auf den immer noch glühenden Rassismus und Antisemitismus der deutschen Gesellschaft und waren somit zusätzlich massiver Demütigungen und Anfeindungen ausgesetzt . Zur Anzahl der Opfer auf diesen Todesmärschen gibt es nur Schätzungen. Von den im Dezember 1944 registrierten 714.000 KZ-Häftlingen kamen bis Mai 1945 wahrscheinlich mindestens ein Drittel ums Leben. Möglichst viele Opfer und somit Zeugen  des Holocaustes sollten vernichtet werden. Manche Todesmärsche endeten  auch in  einer Katastrophe wie im Zusammenhang mit der Versenkung der Cap Arcona ,wobei am 3.Mai 1945 6400 der etwa 7.000 KZ-Insassen ertranken, verbrannten oder erschossen wurden.

Beleuchtet wurde auch die Bedeutung des Grundgesetzes welches im Auftrag der drei westlichen Besatzungsmächte erarbeitet wurde. Ein sehr kleines, nicht parlamentarisch gewähltes Gremium aus Delegationen der Länderparlamente sollte das Grundgesetz ausarbeiten. Es war relativ klar, das dieser Prozess zu einem weiteren Meilenstein der Spaltung Deutschlands würde.
Dieser Prozess hatte bereits andere Meilensteine, vor allem die Einführung der D-Mark ohne Vorankündigung über Nacht, aber natürlich auch eine Politik, die in den Westzonen mit aller Kraft an der Restaurierung und Verfestigung der kapitalistischen Macht und Besitzverhältnissen arbeitete.

„Sie, meine Damen und Herren, haben diesem Grundgesetz, mit dem die Spaltung Deutschlands festgelegt ist, zugestimmt. Wir unterschreiben nicht. Es wird jedoch der Tag kommen, da wir Kommunisten dieses Grundgesetz gegen die Verteidigen müssen, die es angenommen haben.“, sagte damals Max Reimann (KPD) .
Angesichts der Geschichte des Grundgesetztes , seiner Änderungen, seines Missbrauchs, ein Satz von weit vorrausschauendem Realitätssinn.

Erinnert wurde auch an die Kontinuität von Machtbefugnissen deutscher Nazigrößen in Politik und Justiz in der BRD, und um den immer noch währenden Kampf um die Durchsetzung eines immer noch nicht anerkannten  Feiertages in Deutschland: Der Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus und somit die Beendigung des größten Menschheitsverbrechens der Geschichte.

Zeitzeuginnenveranstaltung der VVN  Kreisvereinigung am 24.05.2018

6. Juni 2018

Zeitzeuginnenveranstaltung der VVN  Kreisvereinigung am 24.05.2018 im Verdi Haus Koblenz

Trotz des schönen Wetters nahmen über 60 Personen an unserer Zeitzeuginnenveranstaltung im Verdi Haus teil. Der Platz wurde knapp, denoch fanden alle TeilnehmerInnen noch geeignete Sitzplätze.

Zu Besuch an diesem Abend war die Zeitzeugin Edith Erbrich . Die Langenerin ist 1945 der Todesmaschinerie der deutschen Faschisten nur knapp entronnen.  Aus dem Konzentrationslager Theresienstadt soll Edith Erbrich wie zuvor 44.000 andere Menschen in das Vernichtungslager und in die Gaskammern von Ausschwitz deportiert werden.

Theresienstadt galt als Wartezimmer des Todes.

Ganz still wurde es im vollbesetzten Raum als Edith erschreckend klar und präzise ihre Erinnerungen an den Alltag im KZ wiedergibt, der durch Hunger und Tod, Gewalt und Demütigung durch die SS-Wachen geprägt war.

 

„ Mir ist es bis heute ein Rätsel, wie die SS Männer und Frauen tagsüber die Menschen quälten und demütigten und abends mit ihren Familien guten Gewissens am Tisch saßen“, betont Edith.

 

Edith’s Großvater verstarb bereits nach wenigen Tagen unter den elenden Bedingungen, ihr Vater, ihre Schwester und ihre Großmutter erlebten die Befreiung am 08. Mai 1945.

Das Lager Theresienstadt wurde kurz vor Kriegsende von der Roten Armee befreit.

 

„Mir ist es wichtig, meine Erinnerungen zu teilen. Das bin ich den Menschen schuldig die in dieser Zeit umgekommen sind und diese Möglichkeit nicht bekommen haben“, sagt sie. Deutlich sagt sie auch, wie wichtig es ist die Verbrechen der noch lebenden Täter zu ahnden und die Täter zu verurteilen, gleich welchen Alters sie auch sind.

Insbesondere im Hinblick auf die noch lebenden Opfer des deutschen Faschismus.

 

„Trotz dieser furchtbaren Erfahrung habe Sie das Lachen nicht verlernt“, sagt Edith. Auch dies ist zu spüren in der anschließenden Fragerunde die durch Einbeziehung eines interessierten Publikums noch einmal mehr zu einer sehr besonderen Erfahrung wird.

 

Über die Erlebnisse zu sprechen ist für sie nie Routine, sagt Edith. Trotzdem tut sie es, mittlerweile seit über 20 Jahren.

Bislang sprach sie in 150 Schulen vor über 25.000 Schülern, sie beteiligte sich an der Organisation von Ausstellungen, stiftete Stolpersteine und begleitet regelmäßig Jugendgruppen zu Gedenstättenfahrten ins KZ Theresienstadt.

 

„Seid wachsam in eurem Leben und sorgt dafür, dass solche Dinge nie wieder geschehen dürfen“, so ihr Apell an das Publikum.

 

Edith Erbrich hat ihre Lebensgeschichte mit dem Journalisten Peter  Holle aufgezeichnet. Eine bewegende Biografie ist entstanden.

 

Das Buch „Ich hab das Lachen nicht verlernt“ umfasst 116 Seiten und hat 53 Abbildungen, die zum größten Teil aus dem Privatarchiv von Edith Erbrich stammen.

Erschienen im Edition momos Verlag. ( Preis 15.-Euro)

edition momos Verlag Bestellungen

Gedenkveranstaltung der VVN-Bda Koblenz zum 73. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

8. Mai 2018

Gedenkveranstaltung der VVN-Bda Koblenz zum 73. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus,
Reichensperger Platz in Koblenz

 

Niederlegung eines Gesteckes am Mahnmal

Gesteck am Mahnmal

Kreisvereinigung Koblenz VVN-BdA

24. Oktober 2017

Das Vermächtnis weitertragen!

Die VVN-BdA ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Verfolgten des Naziregimes, Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern, Antifaschistinnen und Antifaschisten aller Generationen.

“Die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln, 

der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.”

Dass dieser Schwur der befreiten Häftlinge des KZ Buchenwald bis heute aktuell bleiben würde, hat damals, im April 1945, niemand geahnt.

Er ist unverändert gültiges Leitmotiv der“Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten” (VVN-BdA).

Dies ist kein Zufall: Die Ursprünge der VVN sind bis in die KZ und Zuchthäuser zurückzuverfolgen.

Dort entwickelten eingekerkerte Hitler-Gegnerinnen und
 Gegner Pläne für ein von den Nazis befreites, antifaschistisches, demokratisches und friedfertiges Deutschland, als andere noch “Sieg Heil!” schrien.

Die Frauen und Männer des antifaschistischen Widerstandes, die Überlebenden der nazistischen, faschistischen Konzentrationslager gründeten kurz nach Ende des Krieges die VVN.

Aus den unmittelbar nach der Befreiung entstandenen Häftlingskomitees und Ausschüssen “Opfer des Faschismus” bildeten sich zunächst auf regionaler Ebene die “Vereinigungen der Verfolgten des Naziregimes”.

Im März 1947 schlossen sie sich in Frankfurt am Main zum gesamtdeutschen “Rat der VVN” zusammen.

Wir treten ein:

  • für die Erhaltung und die Erweiterung demokratischer Rechte und Freiheiten
  • für die Ausweitung der politischen und gesellschaftlichen
    Mitwirkungsmöglichkeiten

  • für friedliche Lösungen-inbesondere zwischenstaatlicher Konflikte
  • für den Auf- und Ausbau einer solidarischen Gesellschaft, die keine rassistischen oder sozialen Ausgrenzungen zulässt und soziale Sicherungssysteme entwickelt, die allen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht
  • für die Verwirklichung umfassender sozialer Gerechtigkeit, sowie des Rechts auf Asyl und die Hilfe für Flüchtlinge